Staatliche Förderung. Wie aus 1600 Euro 400 Euro werden.

Die Sicherheit der Bürger ist dem Staat ein wichtiges Anliegen. Daher bezuschusst er durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den Erwerb einer Alarmanlage mit bis zu 1.600 Euro. Auf den ersten Blick eine tolle Ersparnis für den Bürger! Doch der zweite Blick lohnt sich!

Zunächst sollte man wissen, dass sich die Höhe des Zuschusses nach dem Auftragswert richtet. Dabei werden 20% auf die ersten 1.000 Euro und weitere 10% auf den restlichen Bruttobetrag bis zu einem Gesamtförderbetrag von 1.600 Euro angerechnet. Bei einer nicht überteuerten Alarmanlage mit einem Auftragswert von ca. 5.000 Euro ergibt dies einen Zuschussbetrag von 600 Euro – also nicht mal die Hälfte des angepriesenen Höchstbetrages. Hinzu kommt, dass man mit Inanspruchnahme der staatlichen Förderung auf die steuerliche Absetzbarkeit der Handwerkerleistung für die Errichtung der Alarmanlage verzichtet. Denn normalerweise können 20% der Lohnkosten als Modernisierungsmaßnahme von der Steuerlast abgesetzt werden. Der Gesetzgeber schließt dies bei gleichzeitiger staatlicher Förderung jedoch aus. So bleibt bei einem durchschnittlichen Auftragswert unter dem Strich nur eine Ersparnis von ca. 400 Euro (Zuschussbetrag abzgl. nicht in Anspruch genommene Steuerersparnis) übrig.

Zudem ist es wichtig, die Voraussetzungen für eine Förderfähigkeit zu verstehen und was dies für die Gesamtkostenkalkulation einer Alarmanlage bedeutet.