Fehlalarmrisiko Haustier. Was Bewegungsmelder (nicht) können.

Tiere im Haushalt können Bewegungsmelder auslösen und damit einen Sirenenalarm verursachen. Dies ist nicht nur ärgerlich, sondern führt bei häufigen Wiederholungen dazu, dass echte Alarme im Ernstfall durch Nachbarschaft und Polizei ignoriert werden.

Fast alle im zivilen Bereich eingesetzten Alarmanlagensysteme nutzen zur Detektion von Eindringlingen PIR (Pyroelectric Infrared Sensor) Infrarot-Bewegungsmelder. Anhand von Wärmestrahlung und Umgebungstemperatur können Bewegungen erkannt und daraus ein Alarm abgeleitet werden.

Viele Anbieter von Alarmanlagen bewerben ihre Bewegungsmelder mit einer sogenannten „Tierimmunität“, mit der man Fehlauslösungen durch Haustiere vermeiden könne. Dies ist jedoch irreführend bzw. nur die halbe Wahrheit. Denn um eines vorweg zu sagen: Es gibt keine Bewegungsmelder, die Tiere von Menschen unterscheiden können. Dies ist rein physikalisch nicht möglich. Vielmehr ist es so, dass der untere Teil des Bewegungsmelders mit Hilfe einer Blende ganz einfach abgedeckt wird. Der „tierimmune“ Bewegungsmelder ist damit aufgrund seines beschränkten Detektionsbereichs im Vergleich zu einem nicht tierimmunen Bewegungsmelder einfach nur unempfindlicher. Das bedeutet, dass ein Haustier, das sich ungünstig oder zu nah dem Bewegungsmelder nähert, trotzdem einen Alarm auslöst und eine Person, die über den Boden kriecht oder sich im Grenzbereich der Reichweite befindet, ggf. nicht oder nur verzögert erkannt wird. Mit anderen Worten: Eine „Tierimmunität“ bedeutet unterm Strich weniger Fehlalarmrisiko zu Lasten der Sicherheit!

Aber was bedeutet dies für Besitzer von Haustieren, die auf den vollen Schutz einer Alarmanlage nicht verzichten wollen? Am besten ist es, die Alarmanlage kommt ohne Bewegungsmelder im Innenbereich aus. Ob Hund oder Katze im Haus auf Tisch und Stühle springen bleibt dann unerheblich. Stattdessen ist es aus vielerlei Gründen sinnvoller, Eindringlinge bereits bei Betreten des Grundstücks im Außenbereich zu erfassen und abzuwehren bevor sie ins Haus eindringen können.

Ausgereifte Alarmsysteme wie videoprotect von SecHome erfassen Bewegungen nicht nur bereits im Außenbereich, sondern verifizieren den ausgelösten Alarm anhand kurzer Videosequenzen des Auslösegrundes durch eine rund um die Uhr besetzte Notrufleitstelle. Qualifizierte Mitarbeiter in der Leitstelle erkennen anhand des Videomaterials sofort, ob es sich nur um ein Tier oder eine echte Gefahr handelt und aktivieren erst im Ernstfall die Sirene oder alarmieren die Polizei.

Somit sind auch Besitzer von Haustieren jederzeit vor Fehlauslösungen geschützt und genießen gleichzeitig vollen Einbruchschutz ohne Abstriche bei der Sicherheit.